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02.08.2019 Pilotprojekt Waldbrandbekämpfung - Feuerwehr Haselbach

„Brand Baum, Flur, Böschung“ ist ein Einsatzstichwort, das im heurigen Rekordhitze-Sommer sehr oft die Feuerwehren in Atem hält. Im Hochwald- oder Aubereich ist ein Weiterkommen mit den Standardlöschfahrzeugen meist nur sehr schwer bis gar nicht möglich. Lange Anmarschwege sind oftmals die Folge. Die Anforderung an die Löschtaktik und -technik stellt mitunter ebenfalls eine Herausforderung dar.

Die Feuerwehr Haselbach hat im Rahmen eines Versuchs die Möglichkeiten ihres Versorgungsfahrzeugs „Last Haselbach“ in diesem Bereich getestet. Der geländegängige (Allrad, Sperren und Geländeuntersetzung), kleine und bewegliche VW Amarok wurde mit wenigen Handgriffen in ein Waldbrandbekämpfungsfahrzeug umgebaut. In einem 1000l-IBC-Container aus dem KAT-Lager der Feuerwehr wird auf der Ladefläche Löschwasser mitgeführt. Das tragbare UHPS-Gerät – normalerweise im LFB-A1 verbaut – oder eine Klein-Tragkraftspritze (vom BFKDO zur Feuerwehr Haselbach verlagert) werden als Pumpeneinheit am Fahrzeug verzurrt.

Das UHPS-System eignet sich primär zum Erreichen von Glutnestern in tieferen Bodenschichten, mit der Rosenbauer-RS3H-Pumpe können bis zu 3 C-Strahlrohe vorgenommen werden.
Das Gesamtsystem ist sehr kompakt und wendig, verfügt aber trotzdem über eine beachtliche Löschleistung! OAW Hannes Feichtenschlager – als Mitglied des EFU-Teams des Abschnitts Braunau – konnte sich davon bei hochsommerlicher Hitze überzeugen.

 

Aktuell werden von der Feuerwehr Haselbach noch kleine Adaptierungen durchgeführt. Grundsätzlich steht diese Sonderkomponente für besondere Waldbrandlagen zur Verfügung.

 

 

Text: OAW Hannes Feichtenschlager

Fotos: OAW Gerald Mayer