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18.01.2021 Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person in Ranshofen

Am Abend des 18.01.2021 ertönten in Ranshofen und Braunau die Sirenen. Beide Feuerwehren wurden zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person alarmiert.

 

Nachdem im Zeughaus Ranshofen gerade eine Kleingruppen-Übung unter Corona Auflagen begonnen hatte, konnte das erste Fahrzeug wenige Augenblicke nach der Alarmierung bereits in Richtung Unfallstelle ausrücken.

Am Einsatzort konnte nach erster Lageerkundung ein Kastenwagen festgestellt werden, welcher frontal gegen einen im Grünstreifen Baum geprallt war. Der Aufprall war augenscheinlich derart heftig, dass der Baum bis auf Höhe des Armaturenbrettes in das Fahrzeug ragte. Der Fahrer wurde dadurch im Fahrzeug massiv eingeklemmt.

Da das Fahrzeug am Baum zum Stillstand gekommen war, wurde nach Absprache mit den Kräften des Roten Kreuzes der Transporter ein Stück mittels Seilwinde vom Baum weggezogen, um einen Zugang schaffen zu können. Sofort wurde die Fahrertüre mittels hydraulischem Rettungsgerät geöffnet, um dem Notarzt einen Zugang zum Patienten zu schaffen.

Nachdem der Fahrer medizinisch stabilisiert wurde, konnte mit der komplizierten und aufwändigen Rettung begonnen werden. Dazu wurden die Rettungssätze der FF Ranshofen sowie der Feuerwehr Braunau eingesetzt. Da der gesamte Vorderwagen des Transporters sehr weit in den Fahrgastraum ragte, wurden auch insgesamt drei Rettungszylinder und ein Greifzug eingesetzt.

Nach rund einer Stunde Anstrengung konnte der Fahrzeugführer befreit werden und wurde dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben.

Nach der Personenrettung wurde das Unfallfahrzeug mittels Seilwinde zurück auf die Fahrbahn gezogen und dem Abschleppdienst überlassen. Ausgetretene Betriebsstoffe wurden gebunden, die Fahrbahn gereinigt und durch Betriebsmittel kontaminiertes Erdreich von einem Bagger abgetragen.

 

Für die gesamte Dauer des Einsatzes war die B158 für den Verkehr komplett gesperrt.

Im Einsatz standen die FF Ranshofen und Braunau mit insgesamt 37 Kräften und 7 Fahrzeugen, das Rote Kreuz, Notarztteam Braunau und die Bundespolizei mit mehreren Kräften und Fahrzeugen.

 

Text: AFKDO Braunau

Fotos: AFKDO Braunau