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Bezirk Braunau zur Übersicht
Beim Sicherheitstag im Rahmen des Josefi-Marktes in Uttendorf stand das Feuerwehreinsatzzentrum ganz im Zeichen von Information, Einsatzdemonstrationen und gelebter Zusammenarbeit der Blaulicht- und Sicherheitsorganisationen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten am Sonntag, 15. März, von 10 bis 15 Uhr die Gelegenheit, modernste Einsatztechnik aus nächster Nähe zu erleben und einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit von Feuerwehr, Bundesheer, Polizei, Zivilschutz und Rotem Kreuz zu erhalten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Live-Vorführungen, die um 11.00 Uhr, 12.30 Uhr und 14.00 Uhr stattfanden. Dabei wurde deutlich, wie breit das Einsatzspektrum der beteiligten Organisationen ist – von Brandbekämpfung und technischer Hilfeleistung über Höhenrettung und Katastrophenschutz bis hin zu sanitätsdienstlicher Versorgung und militärischer Unterstützung in besonderen Lagen.
Die Feuerwehr zeigte sich mit einer starken und technisch hochmodernen Präsenz. Die Betriebsfeuerwehr AMAG stellte unter anderem das LAST 2 Wechsellader-Kranfahrzeug mit dem Kran PK 92 vor. Dieses leistungsstarke System kann auf eine Höhe von 34 Metern Lasten bis zu 600 Kilogramm heben und verdeutlichte eindrucksvoll die Möglichkeiten moderner Spezialtechnik im Feuerwehreinsatz. Ebenfalls stark beachtet wurde das taktische Angriffsfahrzeug TAF 35C von Magirus. Mit einer Wurfweite von 70 Metern und einer Leistung von 3.500 Litern pro Minute zeigte dieses Fahrzeug eindrucksvoll, welche Schlagkraft bei speziellen Brandlagen heute verfügbar ist.
Die Freiwillige Feuerwehr Aspach war mit der Drehleiter DLK 23-12 vertreten und präsentierte gemeinsam mit dem innovativen Löschsystem Drill-X eine Lösung, die besonders bei Dach- und Zwischenraumbränden neue taktische Möglichkeiten eröffnet. Ergänzt wurde die Feuerwehrpräsentation durch die Höhenretter des Höhenretterstützpunktes Braunau, die bei einer Rettungsübung ihr Können in exponierten Lagen unter Beweis stellten. Die Freiwillige Feuerwehr Wildenau stellte zudem ihren modernen RTE-Roboter vor – ein vielseitiges Einsatzmittel, das überall dort unterstützt, wo Menschen nur schwer hinkommen, etwa in unwegsamem Gelände, bei Transportaufgaben oder in Waldbrandszenarien.
Auch das Bundesheer war mit eindrucksvoller Präsenz vertreten. Das Panzergrenadierbataillon 13 aus Ried im Innkreis brachte unter anderem den Schützenpanzer ULAN sowie den Sanitäts-Dingo nach Uttendorf und präsentierte im Rahmen zweier Vorführungen eine dynamische Gefechtsschau sowie eine Waffenschau. Diese Darbietungen stießen beim Publikum auf großes Interesse und machten sichtbar, über welche Fähigkeiten und Einsatzmittel das Bundesheer in unterschiedlichen Lagen verfügt.
Neben Feuerwehr und Bundesheer zeigten auch die weiteren Partnerorganisationen ihre Leistungsfähigkeit. Der Zivilschutzverband informierte über Vorsorge und Selbstschutz, die Polizei gewährte Einblicke in ihren Aufgabenbereich, und das Rote Kreuz war mit einer breiten Fahrzeug- und Geräteschau vertreten. Zu sehen waren ein SEW, ein Einsatzleitfahrzeug, ein Mannschaftstransportfahrzeug, ein Lkw mit MSE 25 für die Versorgung von bis zu 25 Verletzten pro Stunde im Katastropheneinsatz sowie ein Rettungstransportwagen. Ergänzt wurde der Auftritt des Roten Kreuzes durch die Suchhundestaffel Braunau und die Jugendgruppe, die ebenfalls auf großes Interesse stießen.
Gerade diese Vielfalt machte den Sicherheitstag in Uttendorf besonders wertvoll. Die Veranstaltung zeigte nicht nur moderne Fahrzeuge, Geräte und Spezialausrüstung, sondern vor allem das enge Zusammenspiel jener Organisationen, die im Ernstfall oft binnen Minuten gemeinsam gefordert sind. Für die Besucherinnen und Besucher wurde damit sichtbar, was Sicherheit in der Praxis bedeutet: Professionalität, Ausbildung, Technik und Zusammenarbeit auf hohem Niveau.
Der Sicherheitstag beim Josefi-Markt war damit weit mehr als eine Leistungsschau. Er war ein starkes Zeichen für Einsatzbereitschaft, Innovationskraft und partnerschaftliches Zusammenwirken im Dienste der Bevölkerung.
Text & Fotos: © HBI d.F. Gerald Badegruber
Alle Fotos gibts hier: