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Einsätze im Gleisbereich, insbesondere Gefahrguteinsätze, sind besonders fordernd für die Einsatzkräfte. Neben der Gefährdung durch die Hochspannungsoberleitungen ergeben sich zudem weitere wichtige Punkte, welche beachtet und in Koordination mit den Einsatzleitern der ÖBB abgestimmt werden müssen. Die große Gefahrgutübung der Gefahrstoffeinheit des Bezirkes Braunau, welche am Samstag den 21. März 2026 stattfand, ermöglichte realistische Szenarien am Gleis anhand eines eigens dafür vorgesehenen Kesselwagens. Besonders wertvoll war hier der Austausch mit Mitarbeiter:innen und Einsatzleitern der ÖBB, welche über die Abläufe der Einsatzfreigaben, zu beachtende Punkte und deren Möglichkeiten und Techniken berichteten.
Im praktischen Teil wurden die Mitglieder aus den vier teilnehmenden Feuerwehren der Gefahrstoffeinheit in drei Gruppen geteilt, welche folgende drei Stationen meistern mussten:
- Auffangen und Umpumpen des Gefahrstoffs: hier wurde nach Auffangmaßnahmen unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) ein Pumpensystem in Einsatz gebracht
- Abdichten einer Leckage: ebenfalls unter CSA musste hier ein Trupp eine Leckage soweit abdichten, dass der Stoffaustritt unterbunden wurde
- Dekontamination der Einsatzkräfte: der Einsatz von Trupps mit Gefahrstoffschutzbekleidung erfordert umfassende Dekontaminationsmaßnahmen, welche hier praktisch durchgeführt wurde.
In den Stationen erfolgte ebenfalls die Abstimmung mit den Einsatzleitern der ÖBB, um die einsatzrelevanten Themen gleich praktisch zu festigen. Auch das feuerwehrübergreifende Arbeiten in verschiedenen Trupps wurde reibungslos und professionell umgesetzt.
Neben den umfassenden Gerätschaften und Knowhow des Gefährlichen-Stoffe-Stützpunktes Mauerkirchen und den besonders geschulten Kamerad:innen der weiteren Feuerwehren, konnte auch der Mehrwert der Drohne seitens der ÖBB Einsatzleiter für Szenarien im Gleisbereich bei dieser Übung zur Geltung gebracht werden.
Auch die beiden Feuerwehrchemiker ABI DI Josef Leimhofer und ABI DI Dr. Christian Reisecker nahmen an der Übung teil und konnten Praxiserfahrungen sammeln. Bezirks-Feuerwehrkommandant OBR Franz Baier, welcher ebenfalls der Übung beiwohnte, überzeugte sich von der Schlagkraft und dem Spezialwissen der teilnehmenden Mitglieder der Feuerwehren.
Ein Dank gilt den Mitarbeiter:innen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für die Unterstützung bei dieser wichtigen Übung und die Zurverfügungstellung des Übungs-Kesselwagens.
Danke auch an das Führungsteam des Gefahrstoffstützpunktes der FF Mauerkirchen (HBI Bernhard Buchecker, BI Florian Zeintl, HBM Florian Redhammer, HBM Julian Daichendt) für die Organisation und Ausarbeitung dieser tollen Übung.
Danke den Feuerwehren aus Mauerkirchen, Rossbach, Stallhofen und Uttendorf für die Teilnahme und der stets tatkräftigen Mitarbeit in der Gefahrstoffeinheit des Bezirkes Braunau!
Text: HLM Severin Bogenhuber
Fotos: © Mitglieder der FF - Mauerkirchen
Alle Fotos gibts hier: