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Übung und Ausbildung Allgemein

28.03.2026 | Atemschutzübung in Ach: 15 Atemschutztrupps proben den Ernstfall im Stallgebäude

Bezirk Braunau zur Übersicht

Ach an der Salzach, 28. März 2026 – Rauch dringt aus einem landwirtschaftlichen Nebengebäude, Personen werden vermisst, und die Lage im Inneren ist völlig unklar: Mit diesem herausfordernden Szenario wurden am vergangenen Samstag 15 Atemschutztrupps aus 13 Feuerwehren des Abschnittes Wildshut konfrontiert.

Das Szenario: Unklare Lage im Bauernhof

Das Übungsobjekt – ein Stallgebäude mit integriertem Keller – bot optimale Bedingungen für eine komplexe Einsatzsimulation. Die Trupps wurden mit einer "unklaren Lage" konfrontiert: Eine unbekannte Anzahl an vermissten Personen musste unter Nullsicht gerettet werden, während gleichzeitig die Gefahr durch gelagerte Schadstoffe und ein aktiver Brandherd die Situation erschwerten.

Taktischer Schwerpunkt: Kommunikation und Koordination

Ein wesentliches Hauptaugenmerk der diesjährigen Übung lag auf der Kommunikationsstruktur. Entgegen der oft geübten direkten Meldung an die Atemschutz-Überwachung (ASÜ), lag der Fokus diesmal auf dem Funkverkehr mit dem eigenen Gruppenkommandanten. Diese realitätsnahe Gewichtung schult die taktische Informationsweitergabe innerhalb der eigenen Löschgruppe und stellt sicher, dass der Einsatzleiter vor Ort stets über den Fortschritt und die Erkenntnisse des Trupps im Bilde ist.

Die Aufgaben der Trupps im Detail:

  • Einsatztaktik: Durchführung einer korrekten und sicheren Türöffnung, um eine Rauchgasdurchzündung zu verhindern.
  • Menschenrettung & Brandschutz: Lokalisierung vermisster Personen und gleichzeitiges Vordringen zum Brandherd zur Brandbekämpfung.
  • Gefahrenabwehr: Identifizierung gefährlicher Stoffe, deren Kennzeichnung und der sichere Transport ins Freie.
  • Technische Sicherung: Das Auffinden und fachgerechte Schließen des Gashahns sowie das Abstellen der Stromversorgung. Zur Dokumentation und Kontrolle musste hierbei ein Foto mittels Wärmebildkamera erstellt werden.
  • Orientierung: Konsequente Türkennzeichnung während des Vordringens, um nachfolgenden Trupps und der Einsatzleitung den abgesuchten Bereich anzuzeigen.

Positives Resümee der Führungskräfte

Der anwesende Abschnitts-Atemschutzwart zeigte sich über die Durchführung und die Disziplin der Trupps äußerst zufrieden. Das regelmäßige Üben unter solch realistischen Bedingungen ist die einzige Möglichkeit, im Ernstfall schnell und sicher zu handeln. Die Routine, die hier im leerstehenden Bauernhof gefestigt wurde, rettet im Ernstfall Leben.

Warum regelmäßige Übungen lebenswichtig sind

Atemschutzeinsätze gehören zu den gefährlichsten Aufgaben im Feuerwehrdienst. Übungen wie jene im Abschnitt Wildshut sind aus drei Gründen unverzichtbar:

  1. Beherrschung der Technik: Der Umgang mit schweren Geräten, Wärmebildkameras und Funkgeräten muss unter Stress "blind" funktionieren.
  2. Fehlerminimierung: In einer kontrollierten Übungsumgebung können taktische Fehler analysiert und korrigiert werden, bevor sie im Ernstfall Menschenleben gefährden.
  3. Zusammenarbeit: Da im Einsatzfall oft Trupps verschiedener Feuerwehren zusammenarbeiten, stärken diese Abschnittsübung das gegenseitige Verständnis und die einheitliche Vorgehensweise.

Die Teilnehmerzahl von 15 Trupps unterstreicht die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein der Feuerwehren im Abschnitt Wildshut. Dank der professionellen Ausarbeitung durch die FF Ach an der Salzach konnte ein wertvoller Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung geleistet werden.

 

Ein besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Ach a.d. Salzach, die mit einem leerstehenden Bauernhof ein ideales Übungsobjekt zur Verfügung stellte. Durch die exzellente Vorbereitung und einen reibungslosen Ablauf wurde eine qualitativ hochwertige Ausbildung für alle Teilnehmer gewährleistet.

Text & Fotos: © OBI d.F. Lisa Romako

Alle Fotos gibts hier:

Fotogalerie

Fotogalerie ©Günter Patsch